Projektbeschreibung: „Vermittlung und Begleitung von Geflüchteten in Ausbildung im Bereich der Logistik“

Die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ist unabhängig von der Bleibeperspektive häufig durch verschiedene Faktoren erschwert. Um diese Integrationshindernisse zu minimieren, vermittelt und begleitet das MiT Geflüchtete – schwerpunktmäßig mit Aufenthaltserlaubnis, aber auch mit Duldung oder Gestattung – im Rahmen dieses Projektes S-H weit in Ausbildung und Qualifizierung.

Hierzu zählen insbesondere:

  • Berufskraftfahrer*innen
  • Fachlagerist*innen / Fachkraft für Lagerlogistik /Hafenlogistik
  • Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice
  • Busfahrer*innen 
  • Fahrdienstleiter*innen und Lokführer*innen
  • Kaufleute für Spedition- und Logistikdienstleistung
  • Schifffahrtskaufleute
Berufskraftfahrer*in im Fernverkehr
z.B. beim Frachtspeditionsdienst Nord-Spedition GmbH & Co. KG
Berufskraftfahrer*in im Nahverkehr
z.B. bei Bartels & Langness GmbH & Co. KG
Fachlagerist*in
z.B. bei Bartels & Langness GmbH & Co. KG
Hafenlogistiker*in
z.B. bei Port of Kiel
Lokführer*in
z.B. bei DB Regio
Busfahrer*in
z.B. bei Autokraft
Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice (MUK)
z.B. bei Das!Küchenteam UG
Kaufmännische Berufe

Neben den übergeordneten Zielen des Projektes –  wie der Integrationsförderung und der effizienten Begegnung des Fachkräftemangels – ist die Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen eines der wichtigsten Anliegen, auch vor dem Hintergrund, dass die Abbruchquote z.B. bei Berufskraftfahrer*innen generell  und insbesondere im ersten Ausbildungsjahr sehr hoch ist. So werden sowohl die Azubis als auch die Ausbildungsbetriebe während des gesamten Prozesses vom Bewerbungsverfahren bis zum Ausbildungsabschluss entsprechend den Erfordernissen des Einzelfalls von jeweils einem Tandem – bestehend aus einem Sprach- und Kulturmittler sowie einer Behördenlotsin – begleitet. Dabei stehen folgende Aspekte im Vordergrund:

  • konkrete Entlastung der Azubis wie auch der Betriebe im Umgang mit Behörden
  • Stärkung der gegenseitigen Integrationsprozesse – insbesondere im Konfliktfall
  • kulturspezifische Unterstützung der Azubis bei persönlichen Problemlagen im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe.

Konzeptionelle Erfolgsfaktoren

  • Berufsspezifischer Ansatz: Konzentration auf Logistikberufe in enger Kooperation mit dem Unternehmensverband Logistik (UVL)
  • Kulturspezifischer Ansatz: Einsatz von ausbildungsbegleitenden Mentoren als Sprach- und Kulturmittler, um Ausbildungsabbrüchen vorzubeugen
  • Tandem Ansatz: Gemeinsamer Einsatz von Sprach- und Kulturmittlern sowie „Behördenlotsen“ zur Entlastung der Betriebe und der Geflüchteten
  • Präventiver, ganzheitlicher Ansatz: Individuelle Prozessbegleitung aus einer Hand.

Insgesamt profitiert der Vermittlungsprozess in hohem Maße durch den ganzheitlichen prozessbezogenen Projektansatz, der soziales, interkulturelles und fachspezifisches Know-How  bündelt und Unterstützungsleistungen auf verschiedenen Ebenen „aus einer Hand“ anbietet. Das MiT übernimmt dabei die Funktion des Brückenbauers, der zwischen allen Akteuren vermittelt und gleichzeitig den jeweils zielgruppengerechten Prozess gewissermaßen von der Meta-Ebene her steuert. Durch die individuelle Prozesssteuerung werden Reibungsverluste weitestgehend minimiert bzw. vermieden und die Chance auf einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss erheblich erhöht.