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Newsletter DRK-Kiel 03/2015 18.12.2015

Liebe Freunde des DRK,

eine aufregende und sehr arbeitsintensive Zeit liegt hinter uns – die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK Kiel waren und sind durch die Arbeit für Flüchtlinge teilweise bis an die Grenzen der Belastbarkeit gefordert.
Einen kleinen Einblick in die verschieden Bereiche unserer Flüchtlingsarbeit gibt Ihnen dieser Newsletter. Die Hilfe zur Integration wird unsere Arbeit noch viele Jahre beschäftigen und wir werden Ihnen auch in der Zukunft von weiteren spannenden und wichtigen Projekten berichten können.

Allen Aktiven sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für die hervorragende Arbeit gedankt; Ihnen danke ich für Ihr Interesse an dieser Arbeit.

Allen wünsche ich ein schönes, friedliches Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2016.

Herzliche Grüße
Ihr

Jürgen Hoffmeister
Geschäftsführer


Redaktionsteam:
Hanne Finck und Marion Scheunpflug

Technische und gestalterische Umsetzung: Moritz Köster

T. 0431 59008 935
ehrenamt@drk-kiel.de
 
Inhalt
Aktuelles
Erstaufnahmestelle Nordmarksportfeld
 
Im Sommer 2015 erhielt der DRK Kreisverband die Zusage für die Übernahme einer Erstaufnahmestelle in Kiel. Da die geplante Bebauung am Bremerskamp erst im nächsten Jahr beginnen kann, wurde in der Nähe des Nordmarksportfeldes eine Containersiedlung errichtet.
Zum 4. September sollten dort 500 Flüchtlinge einziehen, aber bereits am Abend des 1. September klingelte bei Ilka Hübner, der Leiterin der Einrichtung, das Telefon: Die ersten 300 Flüchtlinge wurden für den 2.September angekündigt, weitere 200 für den Tag darauf! Noch gab es keine eingerichteten Büros, kein Telefon, keine PCs – aber mit Hilfe von vielen Ehrenamtlichen von DRK Rettungsdienst, Bereitschaft und Wasserwacht konnte von einem Tag auf den anderen Tag eine funktionierende Struktur aufgebaut und alle Flüchtlinge aufgenommen werden.
Die geplante Belegungszahl von 500 BewohnerInnen in 2 Bett Containern ist inzwischen weit überschritten: Derzeit leben dort 764 Menschen in 2 -4 Bett Containern.




Was geschieht in der Erstaufnahmestelle?
Nach der Ankunft werden die Flüchtlinge in die Datenbank des DRK aufgenommen. Sie bekommen ein Zimmer zugeteilt und werden mit Hygieneartikeln und Kleidung versorgt.
Das Landesamt für Ausländerangelegenheit übernimmt dann die Registrierung, die
erkennungsdienstliche Untersuchung und erteilt die BüMA: Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender. Gestellt wird der Asylantrag dann beim Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge; die Entscheidung über den Asylantrag zieht sich über einige Monate hin. Die BewohnerInnen bleiben aber in die Regel nur 2 – 4 Wochen, bis sie einer Kommune in Schleswig-Holstein zugeteilt werden und auf Transfer gehen.

Der überwiegende Teil der Flüchtlinge sind allein reisende Männer aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, aber auch Familien und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMFs).  

Die 23 hauptamtlichen MitarbeiterInnen des DRK (9 davon mit Migrationshintergrund) kümmern sich überwiegend um die Hausbetreuung (Aufnahme, Versorgung, Alltagsbegleitung, Ordnung/Sicherheit), um Sozialberatung (UMFs, Konfliktprävention / -bearbeitung, Menschen mit Behinderungen und Traumatisierungen), um Verfahrensberatung (Perspektivberatung sowie Rückkehrberatung) und sind im Kindergarten und der
Freizeitpädagogik tätig. Das Hauptamt wird von bislang 60 Ehrenamtlichen unterstützt, mit steigender Tendenz.
Frau Hübner, die Leiterin der Einrichtung, betont immer wieder die hohe Motivation ihrer MitarbeiterInnen trotz schwieriger Rahmenbedingungen.


Kieler und Kielerinnen wollen helfen:
Von Anfang an gab es eine überwältigende Anzahl von Menschen aus Kiel, die sich ehrenamtlich für die Flüchtlinge engagieren wollen. Neben individuellen Angeboten im Bereich der Kleiderspenden, Betreuung von Kindern und Jugendlichen, Übersetzungstätigkeiten und Deutschunterricht, haben sich auch viele Firmen und Vereine gemeldet, die Sachspenden angeboten haben, die Organisation von Freizeitaktivitäten auf dem Nordmarksportfeld sowie Benefizaktionen.

Aktion Marionettenbau
 
Da nicht in allen Fällen gleich die entsprechenden Strukturen für einen sinnvollen Einsatz geschaffen werden konnten, richtete der DRK-Landesverband Schleswig-Holstein die Möglichkeit der Internetregistrierung über Team SH ein
www.drk-sh.de/sie-wollen-helfen/teamsh.html

Aktion Schulranzenspende
 
Dort haben sich allein für Kiel schon 503 Personen angemeldet, von denen ein Teil bereits in der Erstaufnahmestelle, bei der Hilfe für die Transitflüchtlinge sowie in den verschiedenen Integrationsprojekten tätig ist. Auf die anderen wird zugegangen, wenn eine entsprechende Aufgabe vor Ort gegeben ist und in angemessener Weise vom Hauptamt begleitet werden kann.
Hilfe für die Transitflüchtlinge
 

Mitte September erreichten auch die ersten Transitflüchtlinge Kiel, d.h. Flüchtlinge, die nicht in Kiel bleiben, sondern nach Dänemark oder mit der Fähre nach Schweden weiter reisen möchten. Da die Stadtverwaltung darauf nicht vorbereitet war, übernachteten anfangs 150 Menschen auf dem Bahnhof, doch schon am nächsten Tag konnte der Ostseeterminal als temporäre Unterkunft dienen.
Danach kamen z.T. bis zu 1000 Flüchtlinge an einem Tag am Kieler Hauptbahnhof an: eine große – nicht nur logistische – Aufgabe, auch für den Rettungsdienst des DRK Kiel.
Da die Kapazitäten der Fähre nach Göteborg begrenzt sind, erhalten nicht alle Flüchtlinge gleich ein Ticket für die Überfahrt und müssen manchmal mehrere Nächte in Kiel bleiben.




Inzwischen stehen sowohl die leerstehende Markthalle als auch das ehemalige C&A Gebäude als Unterkunft zur Verfügung.

Die Bereitschaft zu helfen ist auch bei den MitarbeiterInnen des DRK groß: so arbeiten Hauptamtliche zusätzlich auch noch ehrenamtlich, haben sich viele Kielerinnen und Kieler über die neue DRK Internet-Plattform TeamSH gemeldet, die sich vorher noch nicht im DRK engagiert haben und natürlich sind auch die Mitglieder der DRK Bereitschaft dabei. Die Aufgaben bestehen vor allem in der Unterstützung bei der Essenausgabe, der Deckenausgabe, der Logistik und Herrichtung der Schlafplätze.
Die Flüchtlinge werden dort täglich von 18.00 – 9.00 Uhr betreut.
 „Durch das schnelle Reagieren auf die Notsituation der Flüchtlinge, die sofortige Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen und das Vertraut sein mit logistischen Abläufen konnten wir unsere Fähigkeiten als Hilfsorganisation glänzend unter Beweis stellen. Es ist beruhigend zu wissen,  was wir in einer solchen Situation leisten können.“

 

Henning Hüttmann,  Leiter des DRK Rettungsdienstes Kiel

Gemeinschaftsunterkunft Schusterkrug
 
Seit Oktober 2015 finden Flüchtlinge, die nach ihrer Erstversorgung und Registrierung die Erstaufnahmestellen des Landes verlassen und in Kiel ihren dauerhaften Aufenthalt bekommen werden, Unterkunft auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände MFG 5 in Friedrichsort.



9 Gebäude am Schusterkrug werden hier vom DRK in Kooperation mit der AWO  betreut. Weitere Gebäude werden im Laufe des Jahres 2016 hinzukommen, so dass bis zu 2.000 BewohnerInnen auf unbestimmte Zeit auf dem Gelände wohnen werden.
Da die Gebäude nach dem Auszug der Marine lange Zeit nicht mehr genutzt wurden, muss in einem ersten Schritt die Infrastruktur wieder hergestellt werden (Toiletten, Küchen und Duschen). Da dies parallel zum Einzug der BewohnerInnen geschieht, ist es erforderlich, dass über einen gewissen Zeitraum mit teils schwierigen Provisorien gelebt werden muss. Dies bedeutet eine große Herausforderung für die 11 MitarbeiterInnen des DRK Kreisverbandes und deren Leitung Anne Helm, denn z.Zt. sind bereits 734 Betten in 2 – 10 Bettzimmern belegt.


Aktion „Schneeschippen“
 
Dank seiner Sprachkenntnisse gelingt es dem stellvertretenden Leiter Bilal Abadi (4. von rechts) immer wieder, die Bewohner - trotz der noch nicht optimalen Wohnbedingungen - zu Aktionen zu motivieren.
„Ich habe das beste Team der Welt, um diese schwierigen Bedingungen zu managen!“

Anne Helm
Kleidung für Flüchtlinge
 
Seit ihrer ersten Eröffnung im Jahr 2001 verfolgen die Rotkreuz Märkte in Kiel das Ziel, Menschen mit einem geringen Einkommen Kleidung zu niedrigen Preisen in angenehmer Atmosphäre zu verkaufen.

Damit auch in Kiel lebende Flüchtlinge ihre Bekleidung nicht aus sog. Kleiderkammern bekommen müssen, werden vom DRK Kiel seit April 2015 Einkaufsgutscheine an jeden in Kiel ankommenden Flüchtling ausgegeben.



Durch die über 100 ehrenamtlichen und die 9 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen wurden bis Ende November 20.641 Bekleidungsstücke kostenfrei abgegeben.

Neben der reinen Versorgung mit guter Secondhand Bekleidung ist jeder Einkauf auch ein Stück Integrationsarbeit in unsere Gesellschaft.
Integrationsarbeit
 
Neben der Erstaufnahme, der Versorgung von Transitflüchtlingen und der Unterkunft Schusterkrug ist ein weiteres großes Aufgabenfeld für den Kreisverband das Mitwirken an der Integration der Flüchtlinge.

Hausaufgabenhilfe




Das bisherige Angebot wird in Kooperation mit DaZ- Klassen (Deutsch als Zweitsprache) ergänzt. Kinder mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen können in diesen Klassen die Sprache erlernen, um dann in regulären Klassen erfolgreich einen Schulabschluss zu machen.
Ansprechpartnerin: Anna Diekmann, diekmann@drk-kiel.de

Beratung

 

Migrationsberatung und Suchdienst werden ausgeweitet.
Ansprechpartnerinnen: Anna Diekmann, diekmann@drk-kiel.de und Gesche Jansen, jansen@drk-kiel.de

Patenschaftsprojekte

 

In Zusammenarbeit mit dem DaZ-Zentrum der Muhliusschule, der Muthesius Kunsthochschule und der Fahrradwerkstatt der Brücke-SH wird Flüchtlingskindern im Grundschulalter ein Pate/eine Patin zur Seite gestellt. Beide werkeln gemeinsam unter fachkundiger Anleitung an einem reparaturbedürftigen Kinder-Fahrrad, bis es verkehrstauglich ist und damit die Stadt erkundet werden kann. Dies soll – neben der Mobilität der Kinder – auch dem Spracherwerb und der sozialen Integration dienen. Auch für die Eltern gibt es verschiedene Angebote.
Ansprechpartnerinnen: Janina Rubach, rubach@drk-kiel.de und Marion Scheunpflug, scheunpflug@drk-kiel.de

Deutschkurse



„Deutschstunde“ ist ein Spenden-Projekt des Kinderhilfsfonds des DRK Kiel, in dem Deutschunterricht für junge Flüchtlinge gefördert wird.

Ansprechpartnerin: Helga Schreitmüller, schreitmueller@drk-kiel.de
Für Sie. Für die Region Kiel
Ehrenamt im Portrait
Ehrung für Flüchtlingshelferinnen der Bereitschaft Kiel
 
Ende November erhielten 19 ehrenamtliche Flüchtlingshelfer des DRK die Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein von Ministerpräsident Torsten Albig überreicht. Darunter waren auch drei Mitglieder der Kieler Bereitschaft:

Britta Hohmann
 

Carolin Kock

 
Katrin Kock

Die drei Ehrenamtlichen unterstützten im September zunächst die Hauptamtlichen in der Erstaufnahmestelle und versorgen nun –zusammen mit weiteren haupt- und ehrenamtlichen des DRK - Flüchtlinge in der Transitunterkunft mit Essen, Kleidung und Medizin.
„Ich habe Freude an meinem Ehrenamt in der Flüchtlingsunterkunft, weil ich dadurch viele unterschiedliche Menschen kennen und schätzen gelernt habe. Mit den anderen Ehrenamtlichen der Bereitschaft habe ich auch in schwierigen und stressigen Situationen viel Spaß und weiß, dass ich immer eine Stütze an meiner Seite haben werde.“

Katrin Kock

 
Hilfe bei Unglücksfällen
Erfolgreiches Jahr für die DRK-Wasserwacht Kiel
 
Anfang 2015 konnte die DRK-Wasserwacht endlich eine neue Halle beziehen, da die alte Unterkunft in Friedrichsort mittlerweile bauliche Mängel hatte und außerdem der Mietvertrag auslief.

Der Umzug zum Göteborgring in Mettenhof beschäftigte die Aktiven das ganze Jahr über, da vieles mit großer Eigenleistung umgebaut und eingerichtet werden musste. Nun heißt es „Willkommen im DRK-Wasserwacht-Zentrum“.



Eine weitere wichtige Aufgabe war die jährliche Wachsaison an den Kieler Stränden.

In Friedrichsort, Strande, Schilksee, Heikendorf und Laboe waren während der Sommermonate fast 200 junge Menschen aus ganz Deutschland sowie Polen und Österreich dabei, die Mitglieder der Kieler Wasserwacht bei der Sicherung der Strände zu unterstützen. Erste Hilfe Maßnahmen, die Suche nach Vermissten, die Sicherung von Schlauchbooten in Strandnähe und viele tägliche kleine Hilfeleistungen gehörten zu den Aufgaben der Wachmannschaft.

Die Gesamtwachleitung lag in diesem Jahr bei der Rettungsassistentin Paulina Lux.

Gesamtwachleiterin Paulina Lux (rechts) mit Laura Walter und Virginia Völklein aus Süddeutschland

Die DRK-Wasserwacht bedankt sich bei allen, die sie während der Wachsaison unterstützt haben.
Auch viele Regatten auf der Außenförde sowie weitere Veranstaltungen auf und im Wasser wurden von der bewährten Mannschaft der Wasserwacht abgesichert.

Abschluss der Saison war – in Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz – der Laternenumzug am 31. Oktober in Friedrichsort, an dem 160 Personen teilnahmen - eine Verdopplung der Teilnehmer gegenüber dem Vorjahr!
Hilfe bei Schulden und Armut
6. Kieler Armutskonferenz "Kinderarmut und Gesundheit"

Das Kieler Netzwerk gegen Kinderarmut, das von der Mitarbeiterin des DRK Kiel, Helga Schreitmüller, geleitet wird, hat auch 2015 wieder eine Armutskonferenz organisiert. Die inzwischen  6. Kieler Armutskonferenz fand unter dem Schwerpunkt  „Kinderarmut und Gesundheit“ statt. Im Kieler Wissenschaftspark trafen sich über 130 VertreterInnen aus Verwaltung, Politik, gemeinnützigen Organisationen, Gesundheitswesen, Schule und Jugendhilfe, um über Themen wie z.B. „Was brauchen Kinder, um gesund aufzuwachsen?“  zu diskutieren und gemeinsam konkrete Lösungsansätze zur Prävention und Bekämpfung von Kinderarmut in Kiel zu entwickeln. Nach den aufschlussreichen und informativen Vorträgen am Vormittag folgten am Nachmittag 5 Workshops, in denen der Frage nachgegangen wurde, welche weiteren Maßnahmen in Kiel notwendig sind, damit Armut für Kinder und Jugendliche nicht zum Entwicklungs- und Gesundheitsrisiko wird.



Die Auswertung und die Ergebnisse der 6. Kieler Armutskonferenz werden Anfang 2016 vorgestellt und sind dann auf der Homepage www.kieler-gegen-kinderarmut.de nachzulesen.
Helga Schreitmüller
Komische Vögel…… Betriebsausflug zur Straußenfarm
 
Im August war es mal wieder soweit –der alljährliche Betriebsausflug für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen aus allen Rot Kreuz Märkten stand vor der Tür. Mit ca. 50 Personen ging es hinaus nach Hohenfelde an der Ostsee zur Straußenfarm. Viele von uns wussten gar nicht, dass es so etwas in der Nähe Kiels gibt. Also rein in den Bus und los!



Nach einer relativ kurzen Fahrt stärkten wir uns zuerst vor Ort bei einer leckeren Gulaschsuppe, natürlich mit Straußenfleisch gekocht. Anschließend begann ein Rundgang durch die Aufzucht- und Bruträume. Der Besitzer hielt einen interessanten Vortrag über die Aufzucht und das Leben eines Straußenvogels und sein Leben in der freien Natur. Beeindruckend waren die verschiedenen Eiergrößen, vom Möwenei bis zum Straußenei – was für Größenunterschiede!

Danach stand ein Spaziergang durch die Ställe und entlang der Felder an, auf denen die Strauße leben, laufen und auch ihre Eier legen. Allerdings nur von April bis Oktober. Im Winter geht es ihnen wie uns Menschen – hinein in die Wärme!

Mit Kaffee und leckerem selbstgebackenen Kuchen endete der Ausflug. Einige von uns werden sicherlich wieder dort hinfahren, mit den eigenen Kindern und Enkeln. Das war mal ein ganz anderes und besonderes Erlebnis!

Antje Cizinski
Hilfe für Kinder und Jugendliche
10. Kieler Entenrennen zugunsten DRK und Türkischer Gemeinde
 
Am 10. Mai 2015 fand bei bestem Wetter das 10. Kieler Entenrennen statt.  10.000 Gummienten gingen an den Start und lockten viele kleine und große Besucher an die Kieler Förde.  Organisiert wurde die Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Patenschaftsprojekte des DRK Kiel und der Türkischen Gemeinde von den Kieler Lions Clubs und den Leos.



Bei dem Projekt „Wissen baut Brücken“ wurden die Projekte „B.u.S. – Bildung und Spaß“ der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein und „Kleine Füße – große Schritte“- Bildungspaten für Grundschulkinder mit Migrationshintergrund des DRK Kreisverbandes zusammengeführt. In beiden Projekten unterstützen und fördern Ehrenamtliche Grundschulkinder im schulischen und außerschulischen Bereich. Durch die Kooperation können die Angebote für die gemeinsame Zielgruppe vielfältiger und abwechslungsreicher gestaltet und  gemeinsame Ausflüge unternommen werden.
Das Jubiläums-Entenrennen brachte eine Rekordsumme von 76.160 Euro ein, die am 29. September übergeben werden konnten. In die DRK-Begegnungsstätte Schilksee, in der die Geldübergabe stattfand, kamen neben Schirmherr und Ministerpräsident Torsten Albig auch viele Mitglieder der Kieler Lions Clubs, Ehrenamtliche und ihre Patenkinder. Dank dieses Geldes ist die Weiterführung des Projektes für die nächsten Jahre gesichert
.

Janina Rubach
Neues Arbeitsfeld „Offene Ganztagsschule“
 
Die Betreute Grundschule Timm-Kröger-Schule in der Wik ist seit 2011 in der Trägerschaft einer Tochtergesellschaft des DRK Kiel. Waren in der Anfangszeit 8 Kinder angemeldet, so  sind es mittlerweile 30 Grundschüler, die durch die Einrichtungsleitung Frau Rathje und ihr Team in einer festen Gruppe betreut werden.  Die Betreuung umfasst das gemeinsame Mittagessen, die Hausaufgabenbetreuung sowie verschiedene Gruppenaktivitäten, die vor allem in der Ferienzeit auch Erkundungen des Stadtteils (Botanischer Garten, Wochenmarkt, Spielplätze etc.) umfassen.



Durch die Zusammenlegung der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule mit der Timm-Kröger-Schule im Sommer 2015 ist ein weiteres Arbeitsfeld an dem Standort entstanden. Mittels  der Übernahme der Trägerschaft des Offenen Ganztages bieten wir nunmehr 2 unterschiedliche Formen der Betreuung und Förderung am Lernort Schule an. Neben der Betreuten Grundschule können Schülerinnen und Schüler der FJS Grund- und Gemeinschaftsschule, Standort Wik und Schreventeich, ein frei wählbares Angebot im Anschluss an den Unterricht wahrnehmen. So können die Kinder und Jugendlichen an Kursen aus den Bereichen Sport und Bewegung (Tischtennis, Turnen, Selbstverteidigung, Fußball etc.), Musisch-Kreativ (Gitarren-AG, Basteln mit Papier, Elfenschule) und Naturwissenschaften (z.B.: Lernwerkstatt Mathematik)  ihren Neigungen und Interessen nachgehen. Eine begleitete Hausaufgabenzeit und die Möglichkeit, ein warmes Mittagessen zu erhalten, runden das Angebot ab. Das Kursprogramm wechselt halbjährlich und richtet sich nach den Bedarfen der Schülerinnen und Schüler, der Schule und unseren Vorstellungen. Darüber hinaus ist es uns wichtig, einen Blick auf den Stadtteil zu richten, um auch hier die soziale Gemeinschaft und Verantwortung zu fördern sowie Ressourcen zu nutzen.
Für eine gelungene Weiterentwicklung suchen wir immer wieder potentielle KursleiterInnen sowie BegleiterInnen bei den Hausaufgaben.

Interessierte können sich gerne bei uns melden.
Sabine Tänzer, T. 59008-946  taenzer@drk-kiel.de


 
Herbstferien im DRK Kieler Juwel – Erlebnis und Entspannung
 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK Jugendtreffs „Kieler Juwel“ freuten sich in den Herbstferien wieder über regen Andrang beim Ferienprogramm.

Standesgemäß wurden die Ferien mit einer School´s out Party eingeläutet. Bei guter Musik wurde getanzt, gespielt und lautstark mitgesungen. Neben Ausflügen ins Hallenbad Rendsburg und ins Trampolino war bei strahlendem Sonnenschein das Drachenfest am Strand in Dietrichsdorf eines der Highlights im Ferienprogramm. Selbstgebaute Drachen fanden den Weg in den Himmel, während sich Kinder und Jugendliche der Jugendtreffs des Ostufers austauschten und den tollen Tag genießen konnten.



Während einer Fotorallye durch den Stadtteil Wellsee konnten die jungen Fotografen ihr technisches Geschick unter Beweis stellen und gemeinsam im Team die gestellten Aufgaben lösen.

Abgerundet wurde das Programm mit einem Wohlfühltag, bei dem Masken, Peelings und Co. bei entspannender Musik und stimmungsvoller Atmosphäre ausprobiert wurden.

Auch außerhalb der Ferien bietet der DRK Jugendtreff „Kieler Juwel“ ein buntes Programm. Informationen sind der Internetseite www.kieler-juwel.de zu entnehmen.

Martina Pulkis
Hilfe bei Integration
70 Jahre DRK-Suchdienst
 
Der Suchdienst ist eine traditionelle Aufgabe des DRK. Seit April 1945 versuchen die MitarbeiterInnen des DRK Familien, die durch bewaffnete Konflikte, durch Katastrophen oder Migration auseinandergerissen wurden, wieder zusammen zu bringen.
Wurden die Anfragen zu Beginn noch auf Karteikarten festgehalten – 20 Millionen sind im Keller der Zentrale in Hamburg gelagert - ist jetzt alles digitalisiert.
Jedes Jahr wenden sich zehntausende Menschen an den DRK-Suchdienst. Selbst heute betreffen viele Anfragen noch den Verbleib von Kriegsvermissten des Zweiten Weltkrieges
Anna Diekmann arbeitet bereits seit 15 Jahren für den DRK-Suchdienst in Kiel. Waren es vor einigen Jahren meistens Spätaussiedler, die ihre Hilfe in Anspruch nahmen, sind es heute vor allem Flüchtlinge aus Syrien. Auf dem Weg nach Europa verlieren ganze Familien den Kontakt untereinander, zum Teil von Schleppern getrennt, wenn das Boot voll ist.




Frau Diekmann nimmt alle wichtigen Informationen samt persönlicher Daten und Fotos auf, übergibt sie ins zentrale Register nach München, das dann die internationale Suche startet. Etwa zwei Drittel der Anfragen können nach Aussagen des Suchdienstes positiv beantwortet werden, auch wenn es manchmal jahrelang dauern kann.
Neues aus dem Personalbereich


Kerstin Daum hat in Teilzeit den Bereich „Begegnungsstätten und Quartiersmanagement“ aus dem Seniorenbereich von Ilka Hübner übernommen. Frau Hübner, Leiterin von „Senioren und Gesundheit“ ist seit dem 1.9.2015 Leiterin der DRK Flüchtlingserstaufnahmeeinrichtung am Nordmarksportfeld.



Julian Niehaus ist neuer Mitarbeiter im Patenschaftsprojekt für Flüchtlingskinder. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Unterstützung und Beratung von DRK-Kreisverbänden bei der Umsetzung vergleichbarer Projekte mit Flüchtlingskindern.




Monica Rahlf ist ehemalige Mitarbeiterin des DRK LV SH und leitet nun das Sekretariat Geschäftsführung beim Kreisverband Kiel.



Tobias Seidel ist neuer pädagogischer Mitarbeiter im DRK Jugendtreff Kieler Juwel und  Nachfolger von Dominic Tischner, der zum Jugendamt Stade gewechselt ist.


 
Termine
Schlaganfallberatung

Jeden ersten Donnerstag und dritten Dienstag im Monat  im Walkerdamm 14 in Kiel.
Anmeldung über T. 0431-59008-935
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