DRK-Kiel e.V.

Balus berichten

Merle

„Wenn ich mit dir zusammen bin, dann habe ich das Gefühl es geht nur um mich. Als wärst du nur für mich da.“   Zitat Chantal 

Ein Jahr ist es jetzt her, als ich Chantal zum ersten Mal begegnet bin. Ich glaube, am Anfang war ich nervöser als sie. Völlig unbegründet, denn wir haben uns auf Anhieb verstanden. Es folgten Monate voller Spaß. Wir waren viel zusammen draußen, haben den Strand und ihren Stadtteil erkundet oder unsere Nasen mit einem Eis in die Sonne gehalten. An anderen Tagen ging es viel ruhiger zu. Da haben wir Memory gespielt, gemalt oder uns einfach erzählt, was uns beschäftigt oder interessiert. Quatsch machen durfte dabei aber nie fehlen, denn darin sind wir besonders gut. Wir sind von Treffen zu Treffen richtig zusammengewachsen und haben Vertrauen zueinander aufgebaut. Wir haben uns auch immer besser kennengelernt – mit all unseren Eigenheiten und Macken. So entstand wie zwischen dem ‚echten‘ Balu und Mogli eine richtige Freundschaft zwischen klein und groß und ein Raum voller Spaß und Freude im turbulenten Alltag von Chantal und mir. Das ist etwas ganz Besonderes und eine tolle Eigenschaft des Projekts: sich voll und ganz auf ein Kind einlassen zu können. Und dadurch auch so viel von diesem Kind zu lernen und zurückzukriegen. Das ist einmalig!

Max

Maskottchen "Balu"

"Ich habe von dem Projekt „Balu und Du“ über einen Aushang an der Uni erfahren und fühlte mich direkt angesprochen. Da ich neben meinem Jurastudium schon seit längerem als Schulbegleitung arbeite, wusste ich, dass mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt. Ich wollte Balu werden, um Verantwortung zu übernehmen und einem Kind an der einen oder anderen Stelle in seiner persönlichen Entwicklung helfen zu können.

Nach dem ersten Kontakt ging alles ganz schnell und nun bin ich seit etwa zwei Monaten aktiver Balu in Kiel. Für mich stellen die wöchentlichen Treffen mit meinem Mogli eine willkommene Abwechslung zum Studienalltag dar. Oft spielen wir an der frischen Luft Verstecken oder Fußball. Am liebsten geht mein Mogli jedoch mit mir ins Schwimmbad. Zur Zeit üben wir das Tauchen und machen dabei auch schon Fortschritte. Die Strandsaison kann also kommen!

Ich bin überzeugt, dass wir Balus für unsere Moglis eine wertvolle Orientierungshilfe sein können und beide Seiten nachhaltig von dem Projekt profitieren."

Maria

„Nach einem halben Jahr Theorie in der Uni wurde der Wunsch größer in Kontakt mit Kindern zu kommen und ich erinnerte mich an die Info-Veranstaltung von Balu und Du. Mir gefällt der Ansatz Kindern Zeit zu schenken in der man sie von ihrem ansonsten eher tristen, chaotischen, rahmenlosen, ich denke für jedes Kind gibt es eine individuelle Beschreibung, Alltag ablenken kann und Alternativen aufzeigen.

Es ist derzeit eine kleine Herausforderung zu begeistern, umso mehr erfreute mich das Statement meines Moglies nach dem gemeinsamen Gruppentreffen, dass es gar nicht so langweilig war wie erwartet."

Vera

Wir sind Lymar (8) und Vera (24). Wir sind beste Freund und treffen uns einmal in der Woche. Vera holt mich dann immer von der Schule ab und dann gucken wir als erstes am Kleinen Kiel nach den Enten. Bald sind da bestimmt Küken zu sehen. Danach waren wir schon ganz oft in der Bücherei und haben uns gegenseitig Bücher vorgelesen und Karten gespielt. Manchmal gehen wir mit Veras Hund Flocke gassi. Das mag ich am liebsten, Flocke ist nämlich der einzige Hund den ich mag. Bei schönem Wetter essen wir manchmal eine Kugel Eis. Einmal waren wir zusammen im Kino, das war ein toller Ausflug und ein anderes Mal haben wir zusammen bei Vera Waffeln gebacken.

Bisher haben wir uns einmal mit den anderen Balus und Moglis getroffen. Der Tag war sehr schön, es war spannend die anderen kennenzulernen. Wir haben für unsere Treffen ein Tagebuch gebastelt und bemalt, da wollen wir Fotos von unseren Treffen einkleben.

Ich freue mich immer sehr darauf, dass Vera mich abholt und wir was zusammen machen!

Sebastian

"Leicht war das. Alles war so leicht", sagt Saul und lacht. Wir sitzen auf dem Brunnenrand mitten auf dem Vinetaplatz und essen Eis. Ich habe ihn gerade gefragt, wie er unser gemeinsames Treffen mit allen Balus und Moglis fand, das am Wochenende zuvor stattgefunden hat. "Außer das Buch, das wir gemacht haben. Das war nicht so leicht. Aber da haben die anderen Kinder geholfen." Ich erinnere mich gut an diesen Samstag. Wie alle Kinder zu Beginn recht schüchtern und still waren, wie sie langsam anfingen, aufeinander zuzugehen, wie sie sich gegenseitig halfen. Am Ende gab es sogar ein großes Fußballspiel auf dem Flur. Und ich erinnere mich an die Rückfahrt im Bus, bei der drei Balu-und-Du-Gespanne laut lachend hinten im Bus Flüsterpost gespielt haben. "Der Mann ist immer montags und donnerstags da", sagt Saul jetzt und meint damit Franny, der den Tag für uns organisiert hat. Das Eis ist fast leer. "Gehen wir da nochmal hin?" Das hatte er mich schon gefragt, als das Treffen zu Ende ging. "Und es gab kein Tee für dich, sondern nur Kaffee... Hehe", sagt er grinsend. Den kleinen Seitenhieb auf meine Vorliebe für Tee kann er sich einfach nicht verkneifen. "Deine Lieblingsschokolade habe ich aber auch nirgendwo gesehen", antworte ich und wir lachen beide.